Monday, 30 November 2009

Day 130-131: It's Winter Again!

28. November 2009

Vollkommen übermüdet und durchgeschwitzt machte ich mich auf den Weg zum Flughafen. Da unser Flug (Cam war ein letztes Mal mit von der Partie) schon um 10:50 Uhr sartete, hieß es früh aufstehen, weil die Anreise zum Flughafen dank des tollen australischen Public Transport so unglaublich uneffizient ist. Nach einiger Diskussion am Check-In wegen unserem Visa ging es dann auch endlich los. Wir hatten einen 10-Stunden Flug mit Jetstar vor uns (eine australische Biligfluggesellschaft), was bedeutete: keine Beinfreiheit, kein Essen und keine Unterhaltung. Dafür war es immerhin billig. Der Flug war sehr unruhig, aber gegen 19 Uhr sind wir dann endlich gelandet... und zwar in TOKYO!


Jawohl, da Australien nach 4 Monaten etwas langweilig wird, habe ich mich entschlossen mal für 6 Tage schnell nach Tokyo zu jetten, um meine Lieblingsstadt mal wieder etwas zu sehen... Und vielleicht auch, weil es eine äußerst günstige Aktion von Jetstar gab. Jedenfalls wurden wir von Eiseskälte empfangen und ich war froh, dass ich mir in Australien noch eine Fliesjacke gekauft habe (was gar nicht einfach war im dortigen Sommer). Nach weiteren 2 Stunden Zugfahrt in die Stadt sind wir in Shibuya, einem der geschäftigsten Bezirke angekommen, wo wir unser Nachtlager aufgeschlagen haben. An diesem Abend haben wir dann nur noch die ersten Fotos von der beeindruckenden Crossing geschossen, was gegessen und dann sind wir auch schon total müde in die Betten gekrochen. Es fühlte sich gut an wieder hier zu sein.


29. November 2009

Ausgeschlafen und fit startete ich in den Tag. Während Cam erstmal wieder einen Teil ihrer Family gesucht hat, habe ich gemütlich den nächsten Coffeeshop aufgesucht und mich wieder in Tokyo eingelebt. Danach bin ich etwas rumgelaufen und habe einfach nur die Eindrücke dieses fantastischen Viertels in mir aufgesogen. Gegen 13 Uhr bin ich dann zurück zu Ken (einen Japaner, den wir kennengelernt haben und bei ihm haben wir auch unser Nachtlager aufgeschlagen), da wir alle zusammen lunchen wollten. Wie nicht anders erwartet hat sich Cam in der Riesenstadt verlaufen und hat nur mit Hilfe der Cousine eine Stunde zu spät zurück gefunden. Zusammen sind wir dann in eine kleine Butze im dritten Stock essen gegangen und es war sooo lecker. Danach ging es dann in einen Shop und wir trennten uns, dass jeder in das Stockwerk seiner Interessen gehen konnte. Und schon wieder haben wir Cam verloren. Ken und ich sind dann allein zu nem Elektroshop und haben uns dort etwas umgeschaut. Ich habe einen falschen Adapter gekauft und dann später noch ein Buch, weil ich so dämlich war und mein Buch anscheined im Flugzeug vergessen haben. Nach diesen anstrengenden Unternehmungen habe ich mir doch gleich nochmal einen Kaffee gegönnt. Am Abend ging es dann wieder zurück zu Ken, mit dem ich dann noch etwas rumgehangen bin, bis Cam schleißlich irgendwann zurück kam und wir nochmal raus zum Essen sind.


Hier ist es schweinekalt. Gestern Abend waren es offiziell 2,9 Grad und ich immer grad so an der Grenze zum frieren. Gestern Abend kam noch schlechtes Wetter (Regen) dazu und schnell waren wir richtig durchgefroren. Hoffentlich wird das Wetter morgen besser, da ich eigentlich nicht den ganzen tag in Shopping-Centers rumhängen will...

Sunday, 29 November 2009

Day 129: Drinking At The Gold Coast

27. November 2009

Nach einer schlimmen Nacht (Mathildes Apartment ist unverständlicherweise NICHT mit einer Air-Con ausgestattet) musste ich mich am nächsten Morgen ein letztes Mal verabschieden. So bin ich dann zurück zu Apartment 27 und habe mich von Jess, Jo
hanna und Daniel verabschiedet. Die Vorfreude auf den Trip hat den Abschied zum Glück etwas erleichtert. Die Hälfte meines Gepäcks konnte ich bei Mathilde lassen, die ich zum Glück in einer Woche wiedersehe. Von daher habe ich mich von Mathilde auch noch nicht richtig verabschiedet. Das wird sowieso der schwerste Abschied von allen werden. Aber erstmal war ich mit Reisen beschäftigt.


Der erste Abschnitt der Reise war die Busfahrt von der Uni zur Landsborough Station. Bis hierhin war alles wunderbar. Dann die erste Ansage, dass der Zug sich um etwa 20 Minuten verspäten würde. Und spätestens hier war klar: Australian Public Transport SUCKS!!! Denn dadurch war natürlich auch der Anschluss futsch. Irgendwann kam der Zug und nach anderthalb Stunden bin ich in Brisbane umgestiegen. Und irgendwann, 4 bis 5 Stunden nach Abreise, bin ich an der Gold Coast angekommen. Dort wurde ich von einer Freundin empfangen, die ich einen Monat früher an der Sunshine Coast kennen gelernt habe und bei der ich pennen konnte.


Im Gegensatz zur Sunshine Coast ist die Gold Coast ein aggressiv entwickeltes Touristenzentrum mit Betonklötzen wohin das Auge reicht. Dazu kam noch, dass die Schüler in Queensland grade ihr Pendant zum deutschen Abitur gemacht haben und die Gold Coast sozusagen das Loret de Mar Australiens ist. Das bedeutete Horden von Jugendlichen, die sich einfach nur hemmungslos die Kante geben. Wenigstens konnte man sie gut identifizieren, da sie ihre 18+ Card um den Hals hängen hatten oder/und ein gelbes Bändchen trugen, das ihnen Eintritt zu diversen Partys gestattete. So war es dann auch weit nach Mitternacht noch unglaublich voll auf den Strassen.


Ich für meinen Teil habe den Tag über einfach mal etwas rumgeschaut und den Tag genossen, der wie schon die letzten Tage unglaublich heiß war. Am Abend bin ich dann mit einer Gruppe zur Griffith University, wo wir uns ein paar Filme angeschaut haben und anschließend ging es an den Strand zum entspannten Biertrinken, um den ganzen Teenies so gut wie eben möglich aus dem Weg zu gehen. Irgendwann dazwischen waren wir auch mal indisch essen. Lecker. Danach ging es nach "Hause" auf die Couch zum pennen, was wiederrum nicht möglich war, da mich Hitze und Mücken die Nacht über gut wach gehalten haben. Am nächsten Morgen durfte ich dann auch schon früh wieder raus, da ich meinen Flug vom Gold Coast Airport unbedingt erwischen musste...

Monday, 23 November 2009

Day 125: Enjoying The Freedom!

23. November 2009

Die letzte Klausur! Auf dem Weg zum Stadium war ich mehr mit den Gedanken bei der Feierei danach, als bei der Klausur selber. Die Case Study zum Oktoberfest, die in der Klausur drann kam war da auch nicht unbedingt hilfreich. Wie auch immer, um 11.30 Uhr w
ar der ganze Spuk vorbei! FREIHEIT! Für ganze 5 Monate, ist das nicht toll? Also ging es zurück zum Appartment und die Musik wurde natürlich erstmal auf volle Lautstärke gestellt und dazu getanzt. Danach ging es, ausgerüstet mit einem Bier, mal wieder zum Pool. Nach einigen Studen Planschen und Sonnenbaden mit Mathilde ging es zurück zum Appartment, um es einigermaßen auszugsfertig zu machen. Bei Appartment 28 ist das allerdings so ne Sache. Da wir das Semester über immer fleißig gefeiert haben, hat sich unser Inventar über ganz Varsity verteilt und da die Appartments vor Auszug auf Inventar überprüft werden haben wir ein Problem. Die Lösung: Diebeszüge! Bei Anbruch der Nacht sind wir ausgeschwärmt und haben diverse Sachen aus anderen Appartments zusammengestohlen. Selbst einen Staubsauger mussten wir klauen, da wir unseren etwas, ähm, demoliert haben. So ausgerüstet wird bei der Inspection hoffentlich nix mehr schief gehen.


Den Abend hab ich dann am Strand verbracht. Mathilde und ich sind nach Mooloolaba gefahren, haben uns einen Starbucks-Kaffee gegönnt und sind am Strand herum gelatscht und haben den Sonnenuntergang zusammen genossen. Leider muss ich zugeben, dass es mein erster und wohl auch leider letzter Sonnenuntergang war. Hier habe ich langsam angefangen zu realisieren, was ich eigentlich so alles hinter mir lasse, wenn ich die Sunshine Coast verlasse. Ich hatte hier eine so gute Zeit und habe so unglaublich tolle Freunde gefunden. Silje, mein Roomie hat mir heute ihre Lieblingsmütze geschenkt als Andenken. Ich war so gerührt. Ich hoffe wirklich, dass ich meine ganze Aussie-family irgendwann wiedersehe.


Zum Abendessen habe ich mich mal wieder einladen lassen und es wurde nach einem französischen Rezept gekocht. Sehr lecker. Auf dem Weg dahin wurde ich noch von Cams Freund zum Abendessen eingeladen, diesmal japanisch, ich wurde also bestens versorgt. Und danach wurde auch endlich getrunken. Allerdings ist es ncht in einer Sauforgie ausgeartet, wie eigentlich geplant. Wir waren einfach zu müde und ausgelaugt und haben uns nach Schlaf gesehnt. Jetzt habe ich 5 Monate Unifrei (bis auf die 2 Klausuren, die ich im April noch schreiben werde) und kann hoffentlich arbeiten um meine Kasse wieder aufzufüllen, was dringend nötig ist. Die letzten 2 Tage werden hier jetzt die Oberchillertage, bevor es am Freitag endlich auf Reisen geht. Alle Flüge sind gebucht, das meiste Equipment ist gekauft, einige Vorbereitungen sind getroffen, I'm ready!!!

Wednesday, 18 November 2009

Day 119: Exams & Summer

17. November 2009

Die erste Klausur habe ich geschrieben und zwar in meinem absoluten Hassfach. Mal sehen was dabei heraus kommt. Die Grades werden am 15. Dezember veröffentlicht und ich blicke diesem Datum etwas mit Schrecken entgegen. Wie auch immer, nach Ende dieser Klausur war es wie eine Erlösung. Anders als an unserer Uni haben sie die Klausuren nicht in Hörsääle aufgeteilt, sondern haben die Klausuren knallhart ins unieigene Stadion gelegt. Bedeutete, dass auf der Spielfläche Tische aufgebaut wurden und ca. 500 Personen die Klausur gleichzeitig geschrieben haben. Was für ein Spass. Ein Glück, dass ich die Toilette noch vorher aufgesucht habe.

Momentan haben wir hier eine Hitzewelle. So wurde ich nach der Klausur auch von netten 35 Grad empfangen und war heftigst nass geschwitzt, als ich wieder im Varsity ankam. Da gab es natürlich nur eine Lösung: Bier und Pool kombinieren. So haben Cam und ich dann auch ne gute Stunde am Pool genossen bevor es wieder zurück an den Schreibtisch ging um für die nächste Klausur zu lernen. Die folgenden Bilder stellen Inhalte aus dem Film "Das Leben ist schön" dar. Mit Domme in der Hauptrolle! Ich hoffe natürlich, dass es bei euch nicht allzu kalt und eklig ist. Grüße ins Novemberdeutschland aus dem Novemberaustralien! Hehe!

Tuesday, 17 November 2009

Day 118: See You Later Jordi!

16. November 2009

Die Zeit an der Sunshine Coast neigt sich deutlich dem Ende zu. Man merkt es. Während die Englisch-Studenten ja unregelmäßig abreisen, kommt nun auch langsam die Zeit, wo die ersten "normalen" Studenten ihre Examen beenden und entweder nach Hause oder zu ihrem großen Trip aufbrechen. Momentan verliere ich einen Freund nach dem anderen, eine nervige Zeit. Nachdem Isa ja schon vor 2 Wochen nach Spanien zurückgekehrt ist, stand heute die Abreise von Jordi an, dem zweiten Spanier im Bunde.

Jordi war einer unserer Nachbarn und gehörte zur berüchtigten Apartment 27 & 28 Connection. Ich übertreibe nicht, unsere Apartments waren wirklich berühmt dafür Ärger zu bekommen. Als wir den Hausmeister hier hatten, damit er unsere Apartmentnummer wieder an der Tür anbringt (sie fiel einer Party zum Opfer und irgendwie war das Management mit meiner deutschen Handwerkskunst (siehe Bild unten) nicht ganz so zufrieden) fragte er uns ob wir arg viel Ärger bekommen haben, da im Office laufend über die bescheuerten Bewohner unserer Apartments geschimpft wird. Ich glaube wirklich, dass keine Apartments so viele Breaches (Strafen) oder Final Warnings bekommen hat, wie unsere. Da war einmal die Putzfrau, die sich geweigert hat unser Apartment zu putzen, weil es wirklich ausserordentlich messy war oder der entsetzte Manager, da wir unser Wohnzimmer auf den Balkon verlegt haben (mitsamt Sofas und Fernseher). Wir haben natürlich noch viel mehr Dummheiten angestellt, aber das würde den Rahmen hier sprengen...


Jordi ist im Laufe der Monate zu einem meiner besten Freunde geworden und ich werde ihn übel vermissen, er war ein Hauptmitglied unserer Aussie-family. Er hat mich immer rumgefahren, als ich disabled war, wir haben Fußball gespielt, verrückte Partys gehabt und vor allem, wir hatten denselben Musikgeschmack. So hatten wir auch eine ausführlich Exchange music session, vor seiner Abreise. Jetzt hab ich 9 GB mehr Musik und mein geliebtes Macbook ist doch tatsächlich voll, ganz zu schweigen von meinem iPod. Ich hab ernsthafte Probleme. Da Jordi jetzt von der Sunny Coast einen Roadtrip mit seinem Auto nach Melbourne macht, konnte ich ihm glücklicherweise schonmal die Hälfte meines Gepäcks mitgeben, so muss ich es nicht auf meinem Trip mitnehmen, ausser dem letzten Teil. Danke Jordi! Ich werde ihn wiedersehen. Er wohnt in Barcelona, da war ich noch nie. Ein Flug mit EasyJet kostet 21 Euro. Also gehts nächstes Jahr auf nach Barcelona. Juhuuuuu! Zeit zurm grübeln hab ich eh keine, die Exam-period hat begonnen und ich versuche in den letzten Tagen noch aufzuholen, was ich das gesamte Semester über habe schleifen lassen: lernen! So, SEE YOU LATER JORDI AND HAVE AN AWESOME TRIP!!!