Sunday, 27 September 2009

Day 67: MERRY CHRISTMAS GERMANY I

26. September 2009

Jawohl, ich wünsche euch allen fröhliche Weihnachten! Wir haben hier heute nämlich Weihnachten gefeiert! Aussie-Christmas! Die Idee entstand vor ca. einem Monat von Jess, die Weihnachten über alles liebt und nicht bis Dezember warten wollte. Also haben wir den großen Partyraum angemietet, dekoriert und den ganzen Tag Weihnachten gefeiert, mit Baum, Geschenken und allem Drum und Dran. Aber der Reihe nach...

Die Party sollte um 10 Uhr losgehen, also schon um 8 aufstehen. Seis drum, hier wache ich blöderweise eh immer um 8 Uhr auf. Nach dem Aufstehen mussten dann natürlich erstmal Plätzchen gebacken werden. Der Duft erfüllte das ganze Apartment und ich fühlte mich wirklich wieder in die Kindheit zurück versetzt. Das Rezept kam aus Schweden und Johanna leitete uns an und das Ergebnis war so unglaublich lecker.



Gegen 10.30 Uhr machten wir uns dann langsam auf zum Partyraum. Da die Dekoration schon am Abend vorher erfolgte war dort schon alles bereit. Da es natürlich auch eine Party war hieß es somit schon früh am Morgen: Alkohol. Na ja, inzwischen bin ich was das betrifft wirklich schon gut trainiert. Zu meiner Verteidigung gegenüber der Verwandschaft die das hier auch liest, seit meiner Rückkehr von den Whitsundays war ich in der Bibliothek und habe fleißig den Lernrückstand aufgeholt und werde das auch am Sonntag wieder machen. Jedenfalls haben wir dann zusammen gesessen, Bier getrunken, Plätzchen gegessen und den Weihnachtsliedern gelauscht. Wir haben so viele unverständliche Blicke geerntet von den Leuten, die am Raum vorbei gekommen sind, es war so lustig.




Irgendwann waren dann soviele Leute versammelt, dass wir angefangen haben die Geschenke auszupacken. Was wäre Weihnachten ohne Geschenke? Wir haben einige Wochen zuvor Zettel mit Namen gezogen, denen wir ein Geschenk kaufen sollten, somit war das ganze viel lustiger und niemand wusste von wem er sein Geschenk bekam. Zu diesem Anlass kam dann auch Santa-Claus vorbei. Es war so zum totlachen. Einer unserer Freunde hat versucht sich als Santa zu verkleiden. Das sah wie folgt aus: barfuss, schwarze Jogginghose, roter Sweater mit einem Kissen drunter, rote Hosenträger, eine weiße Basecap als Bart, Sonnenbrille, ein rotes T-Shirt und weiße Socken zu einer Mütze kombiniert und natürlich ein Bier in der Hand. Nach dem obligatorischen auf-dem-Schoß-sitzen hat Santa dann die Geschenke verteilt.




Ich habe (ich glaube es kam von Jordi) ein Hawai-Hemd bekommen und Silje bekam von mir einen Basketball. Weitere Highlights waren: Kondome (für Jordi und Isa), Vaseline (für Daniel), Kochbuch (für Vivek) und das beste war ein Geschenk eingewickelt in 60m (!!!) Frischhaltefolie und Alufolie. Nachdem der arme Junge wirklich an die halbe Stunde gebraucht hat um sein Geschenk zu öffnen hielt er ein 50+ Pornomagazin in der Hand. Wir lagen am Boden vor lachen. Er wollte es nicht behalten und somit liegt es jetzt sicher verwahrt im Partyraum.




Am Abend saßen wir dann noch gemütlich beisammen und haben uns schlechte Witze erzählt. Es war ein schöner Tag. Inzwischen ist aber Sonntag und ich werde gleich in die Bibliothek stapfen, um zu lernen und mit den nächsten Assignments anfangen die wieder anstehen. Nach dem bisschen Ferien kommt jetzt also wieder Stress. Mal schauen, wann das nächste Highlight ansteht, von dem ich euch dann wieder berichten kann...

Wednesday, 23 September 2009

Days 59-63: Sailing The Whitsundays

18. September 2009

Jaaaaa, es war endlich soweit. Nach 2 Monaten im Varsity wurde es höchste Zeit, dass man endlich mal weg kommt und ausserdem war es auch mal höchste Zeit Australien in voller Pracht zu genießen. Das Ziel der Reise waren die Whitsundays, eine Inselgruppe am Rand vom Great Barrier Reef. Uns, damit meine ich Brette, Isa, Roxy und meine Wenigkeit, erwarteten 3 Tage Segelboot und 2 Tage An- und Abreise. Die Whitsundays sind ca. 1200km von unserer Uni entfernt.


Um 10 Uhr morgens ging es los. Mit dem Bus sind wir erstmal zum nächsten Bahnhof gefahren. Das dauerte ca. 30 Minuten. Mit dem Zug gings dann zum Airport nach Brisbane. Reisedauer hier ca. 2 Stunden. Aufgrund der schlechten Verbindung mussten wir am Airport nochmal 3 Stunden auf unseren Flug nach Mackay warten. By the way, ich mag das australische System am Airport. Ich habe schon online eingecheckt, meinen Boarding-Pass ausgedruckt und bin mit dem Wisch dann direkt zum Gate und ins Flugzeug. Während Cam meint, dass es das so auch in Europa gibt, bin ich aber absolut davon überzeugt, dass es den Umstand, dass ich meinen Pass NICHT EIN EINZIGES MAL vorzeigen musste in Europa so nie geben wird. Wie auch immer, wir sind dann 1 1/2 Stunden nach Mackay geflogen, wo wir nach einer Stunde Warten den Greyhound-Bus nach Airlie Beach genommen haben. Fahrtzeit hier: 2 Stunden. Und ca. 11 Stunden nach Abreise sind wir dann endlich in Airlie Beach, dem Gate zu den Whitsundays angekommen. Für Ortskundige, als Übernachtungsort haben wir "Beaches" gewählt. In unserem Zimmer angekommen öffnete sich kurz danach wieder die Tür und 2 andere Studentinnen der USC betraten das Zimmer. Die Welt ist doch so klein. Unser Zimmer war leider direkt über der Bar und somit unglaublich laut. Die Lösung war simpel: runter in die Bar und soviel trinken, dass man dann schlafen kann. Gesagt getan, allerdings war gegen den Lärm in den Gängen kein Kraut gewachsen.

19. September 2009

Früh aufgestanden und nach einem Frühstück bei Mc Donalds gings zum einchecken. Danach das wichtigste: Alkohol für das Boot kaufen. Blöderweise durften wir keine Flaschen mit auf das Boot nehmen, daher mussten wir die deutlich teureren Dosen kaufen. Letztendlich stand ich dann für 2 Abende mit 18 Dosen Bier und Rum-Cola da. Prost! Den ganzen Krempel musste dann natürlich noch zum Pier geschleppt werden. 2km mit Gepäck und Dosen in der unglaublich heißen Mittagssonne mit meinem lädierten Fuß waren wahrlich ein Höhepunkt der Reise. Irgendwann (eindeutig mit Verspätung) sind wir am Pier angekommen und haben auch unsere Gruppe und somit unser Boot in letzter Sekunde gefunden. Das Boot, die "Broomstick" ist ein schönes kleines Segelboot und wir traten die Reise in einer Gruppe von 25 Personen an. Nach den üblichen Einweisungen segelten wir dann auch bereits 2 Stunden später durch das türkise Wasser. Zusätzlich hatte das Boot eine Stereoanlage. Ich bin mir sicher, dass es keinen besseren Moment auf der Welt gibt: durch das türkise Wasser segeln, wolkenloser Himmel, ein eiskaltes Bier in der Hand und im Hintergrund "You Only Live Once" von The Strokes hören.


Kurz danach ging es auch das erste Mal ins Wasser. Allerdings nur mit dem lustigen Stingersuit. Aufgrund der Quallen in den Gewässern ist das Pflicht. Der Spot war jetzt nicht überragend zum schnorcheln, aber es war schön endlich mal im Meer zu sein. Und dann war da der erste Sonnenuntergang auf dem Boot. Hammer! Es war wirklich wie im Paradies. Die erste Nacht auf dem Boot war denn auch super. Ich war fleißig, was meinen Alkoholvorrat betraf und so haben wir auch alle einen tollen Abend erlebt. Während die ersten bereits um 21 Uhr ins "Bett" gegangen sind, haben wir uns gegen 2 Uhr nachts unter Deck begeben. Die Pritschen zum schlafen waren allerdings mehr als gewöhnungsbedürftig. So war denn auch nicht viel mit Schlafen, vor allem weil...


20. September 2009

... die Crew um 6 Uhr morgens die Maschinen angeworfen und den Anker eingeholt hat. Da wir sehr weit vorne lagen war dies ein unglaublicher Lärm, fast wär ich aus dem Bett gefallen. Also um 6 Uhr aufstehen. Strahlender Sonnenschein und die Meeresluft waren aber Entschädigung genug. Während wir unser Frühstück genossen waren wir bereits auf dem Weg zum "Whitehaven Beach". Er trägt diesen Namen nicht ohne Grund. Es ist wirklich wie auf Postkarten. Einfach nur traumhaft.



Am Nachmittag ging es dann zum 2. Schnorchelspot. Der war viel besser als der erste und ich habe so viele Fische so nah vor mir gesehen. Es war so toll. Viel schneller als mir lieb war ging der Tag denn auch zu Ende und wir sind für den Sonnenuntergang zu einer Sandbank gesegelt und haben den Sonnenuntergang von dort genossen. Am Abend dann wieder die übliche Party auf dem Boot. Danach war ich dann so müde, dass ich geschlafen habe wie ein Baby.


21. September 2009


Der letzte Tag auf dem Boot. Der letzte Schnorchelspot. Wieder großartig. So viele Fische. Gegen Mittag kamen wir dann wieder in Airlie Beach an. Aufgrund der schlechten Verbindung haben wir uns entschieden erst am nächsten Tag wieder zurück zu fahren. Und so haben wir uns erstmal wieder in einem Backpackers einquartiert, diesmal allerdings nicht im "Beaches", sondern im "Magnum". Das war auch sehr viel ruhiger, da es in von einer riesigen Gartenanlage umgeben war. Der Preis dafür waren sehr viel Mosquito-Stiche. Nach einem kurzen Nickerchen und einer einstündigen Dusche (Schweiß, Salz, Sonnencreme und keine Dusche für 3 Tage hinterlassen Spuren) ging es dann zum relaxen an den Strand. Ich lag einfach nur da und genoß meine eigens für den Trip erstellte Playlist. Am Abend kam es dann zur "Broomstick-Reunion", wir trafen uns alle im Pub und haben zusammen gefeiert. Es war einfach nur klasse.

22. September 2009

Die Rückreise war nicht viel anders als die Anreise. Nur dass das Flugzeug Verspätung hatte und die Verbindung somit noch beschissener war. Aber was solls. Wir sind gegen 23:30 Uhr wieder im Varsity angekommen und nach einer weiteren ausführlichen Dusche bin ich dann auch fix und fertig ins Bett gefallen.
Résumée: Der Trip war OBERMEGAHAMMERGEIL! Ich kann es wirklich nur jedem ans Herz legen das mal zu machen...



Saturday, 12 September 2009

Day 53: Bushfire

12. September 2009

Der erste Ferientag und ich laufe immernoch schön mit meinen Krücken durch die Gegend. OK, eigentlich bin ich meistens im Bett oder auf dem Sofa. Der Fuß ist inzwischen von allen Seiten Grün, Blau, Lila und Gelb, ein schönes Farbenspiel.


Cam ist mit ihrer Asien-Clique heute zum Riverside-Festival nach Brisbane gefahren. Dank meinem beherzten Einsatz beim Fußball leider ohne mich. Meine Freunde und ich haben heute Allens Gebrutstag gefeiert. Wir sind ins nah gelegene Aussie-World gefahren und haben ne Runde Minigolf gespielt, sind Riesenrad gefahren und haben einen wohl sehr bekannten Pub besucht. Da ich nicht den ganzen ersten Ferientag allein im Apartment verbringen wollte, habe ich mich dazu entschieden sie mit meinem Krücken zu begleiten. Im Nachhinein muss ich sagen, dass das eine sehr dumme Idee war. Einen Minigolfparcour mit Krücken zu absolvieren ist wahrlich kein Kinderspiel und ich bin nur froh, dass wir keine Notizen beim Spiel gemacht haben, ich wäre bestimmt mit Abstand der schlechteste gewesen. Während die anderen jetzt Trinkspiele veranstalten und sich schon ziemlich betrunken anhören, sitze ich in meinem Bett und bin damit beschäftigt meinen Fuß hochzulegen. Anspruchsvolle Aufgabe.

Während Cam in Brisbane ein professionelles Feuerwerk der Superlative zu Gesicht bekommen hat, haben wir hier im Varsity ein unerwartetes natürliches Schauspiel zu Gesicht bekommen und zwar näher als uns lieb war. Auf dem Weg gegen Mittag zur Aussie-World sahen wir kleine Rauchsäulen am Horizont. Auf dem Rückweg am Nachmittag waren sie schon bedeutend näher und größer. Richtig bedrohlich sah es gegen 20:30 Uhr aus. Eine Zeit lang haben wir wirklich mit Evakuierung gerechnet, denn wenn man ca. 50m aus dem Varsity heraus gelaufen ist (ich gehumpelt), konnte man wirklich schon die Flammen sehen (und riechen).


Das erste Bild ist vom Parkplatz unseres Wohnheims geschossen und das zweite Bild habe ich etwas später von UNSEREM Balkon aufgenommen.


Seitdem sind inzwischen 2 Stunden vergangen und ich nehme an, dass sie das Feuer inzwischen unter Kontrolle haben und ich auch morgen hier aufwachen werde. Das war wirklich ein aufregender Abend, aber sowas muss nicht nochmal sein...

Day 51: Walking On Crutches

10. September 2009

Heute stand mal endlich anständig Fussball spielen auf dem Programm. Darauf hab ich mich schon die ganze Woche gefreut, obwohl ich schon vorher wusste, dass ich wohl nach 10 Minuten halb tot sein würde und mich am nächsten Tag wohl kaum bewegen können würde. Diese Vorahnung sollte sich leider bestätigen, nur auf eine andere Art und Weise. Wir waren zu Zehnt, 3 Europäer und 7 Asiaten. Spielen hat Spass gemacht und bereits nach 10 Minuten war ich kräftig am pumpen.

Es geschah eine Stunde später, der Gegner hatte den Ball und ich wollte ihn haben. Ich habe also in bester Fussballermanier zum Ball gegrätscht und da war er plötzlich, dieser stechende Schmerz im Fuß. Nix ging mehr und ich blieb einfach liegen. Der Fuß wurde natürlich sofort gekühlt und ich bin danach auch sofort zum Arzt. Er denkt, dass es nur ne Zerrung ist und wahrscheinlich nix gerissen ist, aber 2 Tage später kann ich immernoch nur mit Krücken laufen. Das ist anstrengend und ich bin mit denen auch äußerst unbeholfen, weil ich das erste Mal in meinem Leben mit Krücken laufen muss. Ich war einmal damit in der Uni. Für den 10 Minuten Weg habe ich 30 Minuten gebraucht und war danach durchgeschwitzt. Und während alle anderen heute nach Brisbane pilgern um das Riverside-Festival zu erleben oder Allans Geburtstag feiern hocke ich in meinem Raum und versuche den Fuß so wenig zu bewegen wie möglich. Wenigstens ist der inzwischen schön bunt und somit schön anzuschauen...

Ich hoffe nur, dass ich den Trip zu den Whitsundays, der in einer Woche ansteht mitmachen kann. Ach ja, inzwischen haben wir hier Ferien. Mein Timing ist wie so oft perfekt!

Wednesday, 9 September 2009

Day 47: At The Driving Range

6. September 2009

Ein Sonntag. Eigentlich wollte ich ja lernen. Also gemütlich aufgestanden, Kaffee getrunken und gefrühstückt. Anstatt danach aber mit dem Lernen anzufangen habe ich erstmal ca. 2 Stunden mit Freunden gequatscht, die vorbei kamen (hier wird auf dem Balkon gelernt). Danach habe ich mich mit Cam verabredet, um endlich mal die diversen Trips zu planen die wir zusammen unternehmen wollen. Das hat dann auch 2 Stunden in Anspruch genommen, weil wir uns wie eigentlich immer in unwichtigen Nebensächlichkeiten verquatscht haben. Als diese Sache dann durch war und ich theoretisch mit dem Lernen anfangen konnte kam dann der spontane Vorschlag meiner Freunde jetzt golfen zu gehen. Ich liebe meine spontanen Freunde. Selbstverständlich war ich dabei. Cam, einigermassen überrumpelt von der Frage, hat uns denn auch begleitet.

Also auf zur Driving Range. Einen richtigen Golfplatz haben wir uns denn doch nicht angetan. Wir wollten einfach nur ein paar Bälle schlagen. Ich hatte da das erste mal einen Golfschläger in der Hand und muss sagen, das ist ein Scheißsport. Ich bin dafür einfach zu blöde. Meine Bälle flogen weder weit, noch hoch; aber den Rasen habe ich anständig gepflügt. Spaß hat es aber trotzdem gemacht, trotz oder gerade wegen der Kommentare von den billigen Plätzen (damit ist Cam gemeint). Aber an Allan kommt keiner ran, er hat es geschafft einen Ball so zu schlagen, dass er zurück anstatt nach vorne flog. Keine Ahnung wie er das gemacht hat. Im Auto gröhlten dann Jordi und ich zu Cams Leidwesen Musiksünden in voller Lautstärke mit. Es macht einfach zu viel Spass. Wieder im Apartment angekommen haben wir noch etwas Ball gespielt. Wir haben ihn geworfen und gekickt und nichts war vor uns sicher. Glücklicherweise ging aber nix zu Bruch. Am Morgen danach hatte ich allerdings wahnsinnigen Muskelkater. Ich freu mich ja schon auf das Fussballspiel morgen, an dem ich aktiv teilnehmen werde. Danach werd ich mich wohl 2 oder 3 Tage nicht mehr bewegen können. Ich habe halt die schlimmste Schreibtischkondition.


Der Tag wurde dann noch von einem zünftigen Barbeque abgerundet und danach haben uns Cam und ich mal so richtig die Kante gegeben. Wir saßen in meinem Apartment mit dem Alkohol des Nachbarapartments und haben uns über dies und das unterhalten. OK, je später der Abend, desto bescheuerter wurden natürlich auch die Themen. Am nächsten Morgen musste ich blöderweise feststellen, dass wir, warum auch immer, die Unterhaltung auf Englisch geführt haben und ich werde mir wohl für den Rest meiner Zeit hier blöde Sprüche meiner Mitbewohner bei jeder Gelegenheit anhören müssen.

Saturday, 5 September 2009

Day 39, 41 & 43: A Weird Week

29.August 2009

Es war Samstag und überraschenderweise stand heute mal keine Party an. Es war eine klare Nacht und wir entschieden uns zum Strand zu fahren um dort ein Lagerfeuer zu m
achen. Ein Barbeque war eigentlich auch noch geplant... Es war der Beginn einer Odysee...

Wir hatten 2 Autos und 11 Leute, also quetschten wir uns halt zu 6 in ein Auto. Kaum aus dem Varsity heraus kam uns auch schon eine Polizeistreife entgegen. Wir also schnell angehalten, einen rausgeschmissen, weitergefahren. Dann natürlich schnell umgedreht, paar Minuten gewartet, ihn wieder aufgesammelt. Bei dieser tollen Aktion haben wir leider das andere Auto verloren und per Handy einen Treffpunkt auf dem Parkplatz von Woolworth ausgemacht. Dort angekommen (inzwischen war es so 8 Uhr und da hier Winter ist schon lange dunkel) kam ein leicht angetrunkener Freund auf die Idee jetzt Milch kaufen zu müssen. Ausserdem brauchten wir auch noch Fleisch für das geplante Barbeque, allerdings hatte Woolworth schon lange zu und nach einer 10 minütigen Diskussion sind wir schließlich weiter gefahren. Nächste Station war ein 7eleven. Der war winzig und hatte kein anständiges Grillfleisch. Nach einer weiteren 10 minütigen Diskussion ging es weiter zu einem anderen Supermarkt. Das gleiche Resultat, kein gescheites Grillfleisch. Da die ersten schon leicht bedient waren aufgrund dieser Rumfahrerei beschlossen wir also das Barbeque aufzugeben und zu Subway zu fahren. Gesagt getan (Wohlgemerkt immer zu 6 in einem Auto)! Nach dem Mahl sollte es dann endlich zum Strand gehen. Aber nicht ohne einen weiteren Stopp, diesmal an einer Tankstelle um Feuerholz zu kaufen. Auch das war dann erledigt und der nächste Stopp, man höre und staune, war tatsächlich der Strand! Der Himmel war wolkenlos und es war beinahe Vollmond und wirklich sehr hell. Der Strand war komplett verlassen und nach einigen Schwierigkeiten (nochmal losfahren, um ein Feuerzeug zu kaufen) hatten wir auch endlich unser Lagerfeuer! Der Abend endete dann mit Marshmallows grillen und Lagerfeuergesang und dem Rauschen der Wellen im Hintergrund! Toll!


31. August 2009

Montag! Heute sollte das Bafög endlich kommen! Jede Stunde loggte ich mich in das Online Banking ein, um zu sehen ob es endlich da war. Und irgendwann war es soweit! Blöderweise war es verdammt wenig und nach einigem rechnen kam ich auf einen Bafögsatz von 30-40 Euro. Das ist ein Witz und mir steht das bevor, von dem ich schon seit Wochen geträumt habe: Diskussion mit dem Bafögamt von Australien aus!

Da kam die Ablenkung am Abend recht. Wir haben geplant bowlen zu gehen: The Boys vs The Girls (+ Luigi)! Während die Girls alle recht gute Erfahrungen im Bowling hatten, sah es bei uns etwas mau aus. Ich habe so eine Halle 10 Jahre lang nicht mehr besucht und Jordi hat sich konsequent geweigert die Löcher der Bowlingkugel zu benutzen, weil das zu gefährlich sei. Dementsprechend verloren wir auch haushoch gegen die Girls. Selbstverständlich hängen die Ergebnisse jetzt an der Wand von unserem Apartment, um uns konsequent an die Schmach zu erinnern. Vielleicht gibts heute Abend ne Revanche, mal sehn...


2. September 2009

Erstes Assignment-Ergebnis und knallhart durchgefallen! Ein Superstart ins australische Unileben! Was macht man in so einem Fall? Dasselbe wie immer hier: Party! Allerdings merke ich langsam, dass die Uni wohl etwas mehr Zeit braucht als Anfangs gedacht. Vielleicht werde ich mich nach den Ferien der Uni mal etwas ausführlicher widmen.

Nachdem Gian sich schon vor ca. 2 Wochen Richtung Heimat aufgemacht hat, war dies der letzte Tag von Luigi, dem zweiten Italiener unserer Clique in Australien. Dies musste natürlich mit einer großen Abschiedsparty gefeiert werden. Als Partyort haben wir uns das Poolhaus in unserem Wohnheim ausgesucht, was leider mit strengen Regeln verbunden war. Eine davon war, dass die Party um 22 Uhr zu Ende sein musste, aufgrund der "noise regulations". So fingen wir dann also gegen 18 Uhr mit der Party an und waren gegen 19 Uhr bereits gut dabei und ab 22 Uhr gab es die Afterpartyparty in Luigis Apartment. So haben sich dann auch an die 20 Leute in das wintzige Apartment gequetscht und gefeiert. Es war einfach nur herrlich! Irgendwann bin ich dann auch irgendwie nach Hause gekommen und am nächsten Tag mit nem mächtigen Kater aufgewacht. But it was worth it! Nur dumm, dass ich jetzt schon die ersten Freunde wieder verliere. Trotz der kurzen Zeit sind sie mir doch mächtig ans Herz gewachsen.