Nach einer schlimmen Nacht (Mathildes Apartment ist unverständlicherweise NICHT mit einer Air-Con ausgestattet) musste ich mich am nächsten Morgen ein letztes Mal verabschieden. So bin ich dann zurück zu Apartment 27 und habe mich von Jess, Johanna und Daniel verabschiedet. Die Vorfreude auf den Trip hat den Abschied zum Glück etwas erleichtert. Die Hälfte meines Gepäcks konnte ich bei Mathilde lassen, die ich zum Glück in einer Woche wiedersehe. Von daher habe ich mich von Mathilde auch noch nicht richtig verabschiedet. Das wird sowieso der schwerste Abschied von allen werden. Aber erstmal war ich mit Reisen beschäftigt.

Der erste Abschnitt der Reise war die Busfahrt von der Uni zur Landsborough Station. Bis hierhin war alles wunderbar. Dann die erste Ansage, dass der Zug sich um etwa 20 Minuten verspäten würde. Und spätestens hier war klar: Australian Public Transport SUCKS!!! Denn dadurch war natürlich auch der Anschluss futsch. Irgendwann kam der Zug und nach anderthalb Stunden bin ich in Brisbane umgestiegen. Und irgendwann, 4 bis 5 Stunden nach Abreise, bin ich an der Gold Coast angekommen. Dort wurde ich von einer Freundin empfangen, die ich einen Monat früher an der Sunshine Coast kennen gelernt habe und bei der ich pennen konnte.
Im Gegensatz zur Sunshine Coast ist die Gold Coast ein aggressiv entwickeltes Touristenzentrum mit Betonklötzen wohin das Auge reicht. Dazu kam noch, dass die Schüler in Queensland grade ihr Pendant zum deutschen Abitur gemacht haben und die Gold Coast sozusagen das Loret de Mar Australiens ist. Das bedeutete Horden von Jugendlichen, die sich einfach nur hemmungslos die Kante geben. Wenigstens konnte man sie gut identifizieren, da sie ihre 18+ Card um den Hals hängen hatten oder/und ein gelbes Bändchen trugen, das ihnen Eintritt zu diversen Partys gestattete. So war es dann auch weit nach Mitternacht noch unglaublich voll auf den Strassen.
Ich für meinen Teil habe den Tag über einfach mal etwas rumgeschaut und den Tag genossen, der wie schon die letzten Tage unglaublich heiß war. Am Abend bin ich dann mit einer Gruppe zur Griffith University, wo wir uns ein paar Filme angeschaut haben und anschließend ging es an den Strand zum entspannten Biertrinken, um den ganzen Teenies so gut wie eben möglich aus dem Weg zu gehen. Irgendwann dazwischen waren wir auch mal indisch essen. Lecker. Danach ging es nach "Hause" auf die Couch zum pennen, was wiederrum nicht möglich war, da mich Hitze und Mücken die Nacht über gut wach gehalten haben. Am nächsten Morgen durfte ich dann auch schon früh wieder raus, da ich meinen Flug vom Gold Coast Airport unbedingt erwischen musste...
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