Jaaaaa, es war endlich soweit. Nach 2 Monaten im Varsity wurde es höchste Zeit, dass man endlich mal weg kommt und ausserdem war es auch mal höchste Zeit Australien in voller Pracht zu genießen. Das Ziel der Reise waren die Whitsundays, eine Inselgruppe am Rand vom Great Barrier Reef. Uns, damit meine ich Brette, Isa, Roxy und meine Wenigkeit, erwarteten 3 Tage Segelboot und 2 Tage An- und Abreise. Die Whitsundays sind ca. 1200km von unserer Uni entfernt.

Um 10 Uhr morgens ging es los. Mit dem Bus sind wir erstmal zum nächsten Bahnhof gefahren. Das dauerte ca. 30 Minuten. Mit dem Zug gings dann zum Airport nach Brisbane. Reisedauer hier ca. 2 Stunden. Aufgrund der schlechten Verbindung mussten wir am Airport nochmal 3 Stunden auf unseren Flug nach Mackay warten. By the way, ich mag das australische System am Airport. Ich habe schon online eingecheckt, meinen Boarding-Pass ausgedruckt und bin mit dem Wisch dann direkt zum Gate und ins Flugzeug. Während Cam meint, dass es das so auch in Europa gibt, bin ich aber absolut davon überzeugt, dass es den Umstand, dass ich meinen Pass NICHT EIN EINZIGES MAL vorzeigen musste in Europa so nie geben wird. Wie auch immer, wir sind dann 1 1/2 Stunden nach Mackay geflogen, wo wir nach einer Stunde Warten den Greyhound-Bus nach Airlie Beach genommen haben. Fahrtzeit hier: 2 Stunden. Und ca. 11 Stunden nach Abreise sind wir dann endlich in Airlie Beach, dem Gate zu den Whitsundays angekommen. Für Ortskundige, als Übernachtungsort haben wir "Beaches" gewählt. In unserem Zimmer angekommen öffnete sich kurz danach wieder die Tür und 2 andere Studentinnen der USC betraten das Zimmer. Die Welt ist doch so klein. Unser Zimmer war leider direkt über der Bar und somit unglaublich laut. Die Lösung war simpel: runter in die Bar und soviel trinken, dass man dann schlafen kann. Gesagt getan, allerdings war gegen den Lärm in den Gängen kein Kraut gewachsen.
19. September 2009
Früh aufgestanden und nach einem Frühstück bei Mc Donalds gings zum einchecken. Danach das wichtigste: Alkohol für das Boot kaufen. Blöderweise durften wir keine Flaschen mit auf das Boot nehmen, daher mussten wir die deutlich teureren Dosen kaufen. Letztendlich stand ich dann für 2 Abende mit 18 Dosen Bier und Rum-Cola da. Prost! Den ganzen Krempel musste dann natürlich noch zum Pier geschleppt werden. 2km mit Gepäck und Dosen in der unglaublich heißen Mittagssonne mit meinem lädierten Fuß waren wahrlich ein Höhepunkt der Reise. Irgendwann (eindeutig mit Verspätung) sind wir am Pier angekommen und haben auch unsere Gruppe und somit unser Boot in letzter Sekunde gefunden. Das Boot, die "Broomstick" ist ein schönes kleines Segelboot und wir traten die Reise in einer Gruppe von 25 Personen an. Nach den üblichen Einweisungen segelten wir dann auch bereits 2 Stunden später durch das türkise Wasser. Zusätzlich hatte das Boot eine Stereoanlage. Ich bin mir sicher, dass es keinen besseren Moment auf der Welt gibt: durch das türkise Wasser segeln, wolkenloser Himmel, ein eiskaltes Bier in der Hand und im Hintergrund "You Only Live Once" von The Strokes hören.
Kurz danach ging es auch das erste Mal ins Wasser. Allerdings nur mit dem lustigen Stingersuit. Aufgrund der Quallen in den Gewässern ist das Pflicht. Der Spot war jetzt nicht überragend zum schnorcheln, aber es war schön endlich mal im Meer zu sein. Und dann war da der erste Sonnenuntergang auf dem Boot. Hammer! Es war wirklich wie im Paradies. Die erste Nacht auf dem Boot war denn auch super. Ich war fleißig, was meinen Alkoholvorrat betraf und so haben wir auch alle einen tollen Abend erlebt. Während die ersten bereits um 21 Uhr ins "Bett" gegangen sind, haben wir uns gegen 2 Uhr nachts unter Deck begeben. Die Pritschen zum schlafen waren allerdings mehr als gewöhnungsbedürftig. So war denn auch nicht viel mit Schlafen, vor allem weil...
20. September 2009
... die Crew um 6 Uhr morgens die Maschinen angeworfen und den Anker eingeholt hat. Da wir sehr weit vorne lagen war dies ein unglaublicher Lärm, fast wär ich aus dem Bett gefallen. Also um 6 Uhr aufstehen. Strahlender Sonnenschein und die Meeresluft waren aber Entschädigung genug. Während wir unser Frühstück genossen waren wir bereits auf dem Weg zum "Whitehaven Beach". Er trägt diesen Namen nicht ohne Grund. Es ist wirklich wie auf Postkarten. Einfach nur traumhaft.
Am Nachmittag ging es dann zum 2. Schnorchelspot. Der war viel besser als der erste und ich habe so viele Fische so nah vor mir gesehen. Es war so toll. Viel schneller als mir lieb war ging der Tag denn auch zu Ende und wir sind für den Sonnenuntergang zu einer Sandbank gesegelt und haben den Sonnenuntergang von dort genossen. Am Abend dann wieder die übliche Party auf dem Boot. Danach war ich dann so müde, dass ich geschlafen habe wie ein Baby.
21. September 2009
Der letzte Tag auf dem Boot. Der letzte Schnorchelspot. Wieder großartig. So viele Fische. Gegen Mittag kamen wir dann wieder in Airlie Beach an. Aufgrund der schlechten Verbindung haben wir uns entschieden erst am nächsten Tag wieder zurück zu fahren. Und so haben wir uns erstmal wieder in einem Backpackers einquartiert, diesmal allerdings nicht im "Beaches", sondern im "Magnum". Das war auch sehr viel ruhiger, da es in von einer riesigen Gartenanlage umgeben war. Der Preis dafür waren sehr viel Mosquito-Stiche. Nach einem kurzen Nickerchen und einer einstündigen Dusche (Schweiß, Salz, Sonnencreme und keine Dusche für 3 Tage hinterlassen Spuren) ging es dann zum relaxen an den Strand. Ich lag einfach nur da und genoß meine eigens für den Trip erstellte Playlist. Am Abend kam es dann zur "Broomstick-Reunion", wir trafen uns alle im Pub und haben zusammen gefeiert. Es war einfach nur klasse.
22. September 2009
Die Rückreise war nicht viel anders als die Anreise. Nur dass das Flugzeug Verspätung hatte und die Verbindung somit noch beschissener war. Aber was solls. Wir sind gegen 23:30 Uhr wieder im Varsity angekommen und nach einer weiteren ausführlichen Dusche bin ich dann auch fix und fertig ins Bett gefallen.
Résumée: Der Trip war OBERMEGAHAMMERGEIL! Ich kann es wirklich nur jedem ans Herz legen das mal zu machen...
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