Es war Samstag und überraschenderweise stand heute mal keine Party an. Es war eine klare Nacht und wir entschieden uns zum Strand zu fahren um dort ein Lagerfeuer zu machen. Ein Barbeque war eigentlich auch noch geplant... Es war der Beginn einer Odysee...
Wir hatten 2 Autos und 11 Leute, also quetschten wir uns halt zu 6 in ein Auto. Kaum aus dem Varsity heraus kam uns auch schon eine Polizeistreife entgegen. Wir also schnell angehalten, einen rausgeschmissen, weitergefahren. Dann natürlich schnell umgedreht, paar Minuten gewartet, ihn wieder aufgesammelt. Bei dieser tollen Aktion haben wir leider das andere Auto verloren und per Handy einen Treffpunkt auf dem Parkplatz von Woolworth ausgemacht. Dort angekommen (inzwischen war es so 8 Uhr und da hier Winter ist schon lange dunkel) kam ein leicht angetrunkener Freund auf die Idee jetzt Milch kaufen zu müssen. Ausserdem brauchten wir auch noch Fleisch für das geplante Barbeque, allerdings hatte Woolworth schon lange zu und nach einer 10 minütigen Diskussion sind wir schließlich weiter gefahren. Nächste Station war ein 7eleven. Der war winzig und hatte kein anständiges Grillfleisch. Nach einer weiteren 10 minütigen Diskussion ging es weiter zu einem anderen Supermarkt. Das gleiche Resultat, kein gescheites Grillfleisch. Da die ersten schon leicht bedient waren aufgrund dieser Rumfahrerei beschlossen wir also das Barbeque aufzugeben und zu Subway zu fahren. Gesagt getan (Wohlgemerkt immer zu 6 in einem Auto)! Nach dem Mahl sollte es dann endlich zum Strand gehen. Aber nicht ohne einen weiteren Stopp, diesmal an einer Tankstelle um Feuerholz zu kaufen. Auch das war dann erledigt und der nächste Stopp, man höre und staune, war tatsächlich der Strand! Der Himmel war wolkenlos und es war beinahe Vollmond und wirklich sehr hell. Der Strand war komplett verlassen und nach einigen Schwierigkeiten (nochmal losfahren, um ein Feuerzeug zu kaufen) hatten wir auch endlich unser Lagerfeuer! Der Abend endete dann mit Marshmallows grillen und Lagerfeuergesang und dem Rauschen der Wellen im Hintergrund! Toll!
31. August 2009
Montag! Heute sollte das Bafög endlich kommen! Jede Stunde loggte ich mich in das Online Banking ein, um zu sehen ob es endlich da war. Und irgendwann war es soweit! Blöderweise war es verdammt wenig und nach einigem rechnen kam ich auf einen Bafögsatz von 30-40 Euro. Das ist ein Witz und mir steht das bevor, von dem ich schon seit Wochen geträumt habe: Diskussion mit dem Bafögamt von Australien aus!
Da kam die Ablenkung am Abend recht. Wir haben geplant bowlen zu gehen: The Boys vs The Girls (+ Luigi)! Während die Girls alle recht gute Erfahrungen im Bowling hatten, sah es bei uns etwas mau aus. Ich habe so eine Halle 10 Jahre lang nicht mehr besucht und Jordi hat sich konsequent geweigert die Löcher der Bowlingkugel zu benutzen, weil das zu gefährlich sei. Dementsprechend verloren wir auch haushoch gegen die Girls. Selbstverständlich hängen die Ergebnisse jetzt an der Wand von unserem Apartment, um uns konsequent an die Schmach zu erinnern. Vielleicht gibts heute Abend ne Revanche, mal sehn...
2. September 2009
Erstes Assignment-Ergebnis und knallhart durchgefallen! Ein Superstart ins australische Unileben! Was macht man in so einem Fall? Dasselbe wie immer hier: Party! Allerdings merke ich langsam, dass die Uni wohl etwas mehr Zeit braucht als Anfangs gedacht. Vielleicht werde ich mich nach den Ferien der Uni mal etwas ausführlicher widmen.
Nachdem Gian sich schon vor ca. 2 Wochen Richtung Heimat aufgemacht hat, war dies der letzte Tag von Luigi, dem zweiten Italiener unserer Clique in Australien. Dies musste natürlich mit einer großen Abschiedsparty gefeiert werden. Als Partyort haben wir uns das Poolhaus in unserem Wohnheim ausgesucht, was leider mit strengen Regeln verbunden war. Eine davon war, dass die Party um 22 Uhr zu Ende sein musste, aufgrund der "noise regulations". So fingen wir dann also gegen 18 Uhr mit der Party an und waren gegen 19 Uhr bereits gut dabei und ab 22 Uhr gab es die Afterpartyparty in Luigis Apartment. So haben sich dann auch an die 20 Leute in das wintzige Apartment gequetscht und gefeiert. Es war einfach nur herrlich! Irgendwann bin ich dann auch irgendwie nach Hause gekommen und am nächsten Tag mit nem mächtigen Kater aufgewacht. But it was worth it! Nur dumm, dass ich jetzt schon die ersten Freunde wieder verliere. Trotz der kurzen Zeit sind sie mir doch mächtig ans Herz gewachsen.
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