Monday, 14 December 2009

Days 144-146: Sweating In Broome

12. - 14. Dezember 2009

Der Anflug zum Broome International Airport (warum das Teil den Titel "International" trägt weiß ich bis heute noch nicht) lies schon erahnen auf was ich mich eingelassen habe. Dies war also der Ort, wo die Wüste oder hier sagt man besser das Outback auf das Meer stößt. Des weiteren sah es sehr, sehr "kaffig" aus. Ich habe den hinteren Ausgang des Flugzeugs benutzt und mich schon etwas geärgert, dass die uns hinten aussteigen lassen und wir somit voll den heißen Strahl der Triebwerke abkriegen. Als ich dann allerdings meinen Weg um das Flugzeug beinahe vollendet habe und ich nun vor den Triebwerken stand und es keinen Deut kühler wurde begann es in meinem Kopf zu klingeln. Oh mein Gott! Das würden 3 anstrengende Tage werden.


Als ich im "Kimberley Klub", meiner Unterkunft ankam (ich konnte vom Airport hin laufen) war ich durch und durch nass geschwitzt. Auf meine Frage, ob es heute ein besonders heißer Tag wäre, meinte der Mann an der Repzeption, dass eher das Gegenteil der Fall sei. Oh mein Gott II! Trotz allem machte ich mich nochmal auf den Weg ins "Zentrum" der "Stadt", um mich nach etwas essbarem umzusehen. Wie ich schnell heraus fand, war das Zentrum des Lebens der McDonalds. Ich war fürwahr überrascht, dass es überhaupt einen gab. Sogar noch mit einem McCafé, sodass zumindest mein morgendlicher Kaffee gesichert war. Da die McDonalds hier in Australien auch kostenloses Wlan zur Verfügung stellen, hatte ich zudem noch Internet. Praktisch. Nach diesem äußerst fragwürdigem Abendessen und einem ersten Rundgang ging ich tief beeindruckt (geschockt trifft es wohl besser) zurück zum Hostel. Geschlafen habe ich Boxershorts, alle Viere von mir gestreckt. Trotz AirCon, viel zu heiß.


Der nächste Tag begann wie der alte aufgehört hat: McDonalds. Danach ging es zurück ins Hostel und ich musste mich erstmal um meinen Berg Dreckwäsche kümmern. Danach ging es endlich los. Ziel (und zugleich auch Hauptattraktion in Broome) war der Cable Beach, einer der schönsten Australiens. Dorthin bin ich mit dem Bus gefahren, den es immerhin überhaupt gab. Der Strand war wirklich toll und der Sonnenuntergang war der absolute Wahnsinn. Ich wage zu behaupten, dass dies einer der besten Orte für Sonnenuntergänge ist, den ich je gesehen hab. Dumm nur, dass kein weibliches Wesen zum beeindrucken in der Nähe war... Mit dem letzten Bus (18.30 Uhr) ging es dann zurück zur Unterkunft.


Während ich meinen Kaffee am nächsten Morgen im McDonalds sippte, wurde mir klar, dass ich hier vor Langeweile sterben würde (oder aufgrund von Wassermangel), da 3 Tage Beach bei der Hitze doch etwas viel sein kann. Die Lösung für das Problem war ein Mietwagen. Nach reichlichem Überlegen entschloss ich mich dazu mir den für einen Tag zu gönnen. Gesagt, getan und keine 30 Minuten später fuhr ich mit einem neuen Hyundai Getz durchs Örtchen. Schalten auf der linken Seite war etwas gewöhnungsbedürftig, aber es war mal toll ein neues Auto fahren zu können. Als erstes habe ich einen kleinen Einkauf gemacht und diesen in mein Hostel gefahren, danach ging es zum Gantheaume Point. Dass ich mit dem Auto eigentlich nur geteerte Straßen fahren durfte, vergass ich kurzfristig einfach. Die Belohnung war ein unvergleichliches Farbenspiel. Die rote Erde, die orangenen skurilen Felsformationen, das türkise Meer und der weiße Strand, alles in einem Foto - unglaublich!


Die restlichen Aktionen des Tages bestanden darin so wenig Aktionen wie möglich zu machen. Bei der Hitze war es einfach nicht möglich energisch Sightseeing zu betreiben. 43°C im Schatten sprechen ja wohl für sich. Ich habe mir das Örtchen nochmal bei Tag angeschaut und es hat meine Ansicht nicht wirklich geändert. Es war immernoch ein Kaff. Am Abend ging es dann natürlich wieder zum Cable Beach, um einen weitern Sonnenuntergang zu genießen. Den Abend verbrachte ich dann mit einem Buch im Pool. So konnte man es einigermassen aushalten.


Der letzte Tag in Broome bestand aus nichts aufregendem. Kaffee, einkaufen, schwitzen, zum Airport laufen, warten. Broome war eine spontane Entscheidung. Ich muss sagen, dass es sich wohl eher nicht lohnt extra wegen Broome in ein Flugzeug zu steigen. Es ist sicherlich interessant, ein Tag reicht aber auch vollkommen aus. Allein schon wegen den unmenschlichen Bedingungen hier. Für mich war es somit die einzige Outbackerfahrung auf diesem Australientrip. Na ja, zumindest im klassischen Sinne. Die Fotos sind auf jeden Fall toll geworden und ich werde sie mir bestimmt noch oft anschauen.


Mit 30 Minuten Verspätung war ich wieder in der Luft Richtung Perth.

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