In Perth hatte ich nur eine Stunde Aufenthalt, dann ging es auch schon weiter nach Melbourne. Der Flug war grausam. Es war ein Nachtflug und die Sitze in den Virgin Blue Maschinen sind denkbar ungeeignet zum Schlafen. Dazu kam noch, dass es sehr heftig ist bei einem 4 Stunden Flug 3 Stunden Zeitverschiebung zu haben. Ich bin also um 22:45 Uhr gestartet und nach guten 4 Stunden bereits beim ersten Sonnenlicht um 5 Uhr morgens wieder gelandet. Man hat mich wirklich einer Nacht beraubt.

Der Weg zum Hostel war schnell gefunden und die Busverbindung vom Airport war super. Dann war ich allerdings müde ohne Ende und wollte nur noch schlafen. Natürlich musste ich bis kurz nach 10 warten bis ein Bett frei war. Dann hab ich aber auch sofort 5 Stunden geschlafen. Um 15 Uhr wurde es dann höchste Zeit für einen ersten Rundgang durch das CBD. Der erste Eindruck war super. Ich kann verstehen, warum hier alle Melbourne lieben. Das Zentrum ist nicht so erdrückend wie in Brisbane und die Läden schließen nicht schon am frühen Nachmittag wie in Perth. Es gibt hier sehr viele Straßenkünstler und es ist immer was los auf den Straßen. Zudem habe ich hier auch endlich einen Ersatzakku für meine Kamera gefunden, was mir selbst in Tokyo nicht gelang. Hier kann ich also nochmal schön Großstadtfeeling sammeln, bevor es wieder mal in die Pampa geht.
Am nächsten Tage habe ich den botanischen Garten erkundet. Wir hatten Rekordtemperaturen in Melbourne und die 40 °C wurden sogar genknackt. Nicht das beste Timing. Jedenfalls war der Weg zu dem botanischen Garten etwas ätzend, da es nur an den großen Schnellstraßen entlang ging. Der Garten selber war allerdings sehr schön, er gilt auch als einer der schönsten Australiens. So überraschgt es denn auch nicht, dass ich hier den gesamten Tag verbracht habe. Am Abend gabs nur noch entspanntes Buch lesen.
Am letzten vollen Tag in Melbourne habe ich mich auf nach Fitzroy gemacht. Das ist ein unglaublich nettes kleines Viertel, was mirt auf Anhieb sympathisch war. Ich musste spontan an einen Mix aus London und Berlin denken. Ganz viele kleine Kneipen und Shops aneinander gereiht und überall diese besondere Atmosphäre. Da war dann irgendwie auch das Regenwetter egal. Am letzten Tage bin ich nur nochmal durch CBD geschlendert und habe die Atmosphäre nochmal aufgesaugt. Gegen Mittag ging es dann wieder einmal zum Airport.
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