Sunday, 26 July 2009

Day 1&2: The Journey

22. Juli 2009

Nachdem ich mit Packen und Zimmer übergabefertig machen logischerweise noch bis tief in die Nacht beschäftigt war, ging es am Mittwoch morgen mit wenig Schlaf auf zum Bahnhof. Und um 5:30 Uhr war es dann soweit: der Zug verließ FfO. Endlich war ich dieses Mistkaff für ein halbes Jahr los. Doch was ich nicht ahnte war, dass ich einige Sachen doch recht schnell vermissen werden würde. Aber später mehr dazu.


Die Zugfahrt verlief größtenteils ohne größere Zwischenfälle und ich habe alle Anschlüsse bekommen. Und so kam ich auch nur mit 20 Minuten Verspätung am Frankfurter Flughafen an. Also schnell in Terminal 2 mit der Skyrail gedüst, eingecheckt und dann auch das traditionelle McDonald's-Essen noch schnell verschlungen. Danach musste ich auch schon zum Gate. Erfreulicherweise hat Cathay Pacific ihre 747 mit neuen Sitzen ausgestattet und so war der Flug nach HongKong auch recht angenehm.


Die Filmauswahl war toll und ich habe die halbe (eh schon um 6 Stunden gekürzte) Nacht vor dem Bildschirm verbracht. Um 6 Uhr morgens landete ich dann in HongKong, 20 Minuten früher als geplant und so hatte ich fast 6 1/2 Stunden bis zu meinem nächsten Flug. Also entschied ich spontan nach HongKong rein zu fahren und dieser tollen Stadt nach 3 Jahren einen weiteren Besuch abzustatten. Dumme Entscheidung!



23. Juli 2009


Blöderweise habe ich das Wetter nicht bedacht. Hätte ich nach der Landung mal der Stewardess gelauscht, anstatt mich damit abzumühen meine Schuhe wieder an zubekommen, dann hätte ich auch gehört, dass mich um 6 Uhr morgens bereits 30 Grad, gepaart mit 90% Luftfeuchtigkeit erwarten würden. Und so trat ich in Kowloon aus dem Bahnhof des Airport-Express in die schwüle asiatische Morgenhitze. Dazu sollte ich erwähnen, dass ich auf australischen Winter gerüstet war. Soll heißen Sneakers, Jeans, Jacke (und noch das Megahandgepäck)! So war es auch nicht verwunderlich, dass ich nach ca. 5 Minuten total durchnässt war. Hat mich aber trotzdem nicht davon abgehalten mir erstmal nen gescheiten Starbucks Morgenkaffee zu gönnen. Den ersten, den ich auf Kreditkarte gekauft habe. Bin gespannt, wieviel der mich letzendlich kosten wird.
Jedenfalls bin ich dann mit dem Kaffee in der Hand via Nathan Road langsam zum Star Ferry Pier gepilgert, um mit der berühmten Fähre nach Central und wieder zurück überzusetzen. Das Wetter war dabei nicht so der Brüller. Sonne und Regen haben sich regelmäßig abgewechselt und ich wurde ein paar Mal nass. Allerdings war das dann auch 5 Minuten später wieder trocken...


Nach 3 1/2 anstrengenden Stunden ging es wieder zurück zum Airport. Dort habe ich mir noch ein teures japanisches Mittagessen gegönnt und dann gings wieder ab in die Luft gen Brisbane. Die 8 Stunden kamen mir wesentlich länger vor, als die 12 Stunden nach HongKong vorher. Kann auch daran gelegen haben, dass das Flugzeug wesentlich weniger Beinfreiheit hatte. Wenigstens hab ich auf diesem Flug etwas geschlafen. Und dann nach guten 8 Stunden war es dann soweit... ich berührte australischen Boden. Nach 7 Jahren kam ich endlich wieder zurück. Und zum ersten Mal fing mir Australien gleich an auf die Nerven zu gehen. Mein Gepäck kam dann auch irgendwann mal an und dann musste ich ab durch die Kontrolle. Anscheinend darf man absolut nichts organisches nach Australien einführen. Deswegen wird jedes Gepäckstück nochmal kontrolliert, bevor man den Ankunftsbereich des Flughafens betreten darf. Meine Kaffeebonbons habe ich aber irgendwie durchgeschmuggelt. Und um 0.15 Uhr war ich endlich draußen. Jetzt stand noch die finale Etappe an.

24. Juli 2009

Also auf zum Mietwagenschalter. Der arme Mann hat seinen Arbeitstag wegen mir um fast ne halbe Stunde verlängern müssen, aber er war trotzdem freundlich und zuvorkommend und hat mir die Autoschlüssel übergeben. Und hier wurde ich das erste Mal mit dem australischen Slang konfrontiert. Äußerst schwierig da was verständliches raus zu filtern. Aber mit einigem Nachfragen war dann auch schnell alles klar. Der Mann verschwand dann auch schneller vom Schalter als ich.
Nach ca 15 Minute Suche nach meinem Auto habe ich den giftgrünen KIA in der Nacht dann auch noch gefunden. Die spannende Frage, die ich mir stellte war ob ich das erste mal Linksverkehr nach einer 35-stündigen Reise meistern würde. Dies war unbegründet. Es lief alles ohne Probleme und ohne Verfahren, wenn man mal davon absieht, dass ich erstmal den Ausgang vom Flughafenparkplatz nicht gefunden habe. Nach einer guten Stunde Fahrt kam ich dann endlich in meinem neuen zu Hause für das nächste halbe Jahr an. Die Security des Varsity Apartments hat mich dann auch um 2.30 Uhr nachts noch zu meinem Zimmer gebracht und ich hab mich sofort aufs Ohr gelegt und gepennt. Bis um 10 Uhr der Wecker klingelte!

No comments:

Post a Comment