Die letzte deutsche Klausur stand an. Also nochmal auf in die Bibo, um zu lernen. Viel schneller als mir wieder lieb, war dann auch schon 16 Uhr und an der Zeit zum schreiben. Internationale Rechnungslegung. Ich war geschockt, als ich die Klausur sah. Es wurden wirklich alle Register gezogen. So war es dann auch die erste Klausur meiner Unikarriere, die ich nicht in der vorgegebenen Zeit geschafft habe. Ich bin gespannt was letztendlich dabei herauskommt, allerdings bin ich nicht sehr zuversichtlich. Hier mal ein Foto von dem Gebäude, indem ich einen großen Teil der Woche verbracht habe: die Bibo oder wie ich sie auch nenne, die Tiefkühltruhe!
Egal, es war vorbei. Mindestens 2 Monate hab ich nun Ruhe vor der Viadrina. Das musste natürlich gebührend gefeiert werden. Cam hatte ihren Teil schon einen Tag vorher erledigt, also beschlossen wir an diesem Abend in einen Club zu gehen. Von meinen Mitbewohnern erfuhr ich, dass es eine Uniparty gab, mit kostenlosem Eintritt und kostenlosem Shuttle dorthin und wieder zurück. Die Fahrt dahin war auch recht lustig. Der Fahrer drehte das Radio voll auf, alle haben gegrölt und wir wurden durch die rabiate Fahrweise doch gut durchgeschüttelt. Die "Party" selber entpuppte sich allerdings als unbeschreiblich schlecht.
Ich wage trotzdem einen Versuch. Der Eintritt war umsonst und das Bier fast billiger als im Laden. Das war das Positive. Negativ und sofort aufgefallen ist der Geruch. Es roch nach einer unglaublichen Mischung aus stinkenden Füßen, Schweiß und Bier. Der Club hatte Teppichboden, man kann sich ausmalen, wie es sich anfühlte auf dem zu laufen. Die Musik war so ziemlich das schlimmste, was man aufbieten konnte. Ich hätte mich an diesem Abend wirklich gefreut, wenn mal Britney Spears oder sowas gekommen wäre. Das sagt ja wohl alles. Es war nur so HipHop-Scheiß und Cam meinte, dass der schon mindestens 10 Jahre alt sei. Die Krönung war dann nur noch, dass ich anscheinend von einem Typ verfolgt wurde, der mir entweder immer Kokain andrehen oder von mir haben wollte. Es war so eine Mischung aus Ballermann und Abifahrt, auf der man sich halt nur zusäuft. So haben wir dann auch restlos bedient bereits um 1 Uhr die Flucht angetreten. Schlafen war allerdings auch nicht, da die Mitbewohner tröpfchenweise, aber sehr lautstark zurückgekehrt sind. Zum Glück war die Vorlesung am nächsten Tag erst um 10 Uhr.
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