Nun war er also da. Der Tag der Apokalypse, der Tag des jüngsten Gerichts. Dank der Zeitverschiebung musste ich die Klausur in Entscheidungstheorie erst um 16:30 Uhr Ortszeit schreiben. Also blieb davor noch genug Zeit zum lernen. Ab in die Bibo dann mal wieder. Die scheint hier mein bester Freund zu werden. Ehe ich mich versah waren dann auch schon 7 Stunden vergangen und ich musste ins International Office, wo ich meine Klausur schreiben sollte. Jane erwartete mich bereits (die, die mir am ersten Tag hier auch die 5$ geliehen hatte) und ich wurde in einen Miniraum geführt. Die Klausur wurde mir ausgehändigt und los gings.
Um es gleich vorweg zu nehmen, es wurde nix. Mit der Hälfte der Aufgaben konnte ich überhaut gar nichts anfangen und ich wollte aus der einen streichbaren Aufgabe eigentlich 7 machen. So war ich dann auch nach 1 1/2 Stunden fertig und gab ab. Immerhin kam ich dann noch rechtzeitig zu meiner 2. australischen Veranstaltung: Advanced Strategic Management.
Dies war ein Workshop und ich wusste nicht, was mich hier erwartete. Im Gegensatz zur Vorlesung gestern wusste ich hier rein gar nicht von was die redeten. Als Vorraussetzung sollte mir theoretisch IMA von Söllner dienen (ein Fach, dass ich an der Viadrina belegte), ich hätte ja wissen müssen, dass das nur in die Hose gehen kann. Oder wer hat schon mal was von der "Sheep-Theory" gehört? Also ich nicht. Aber trotz diesem Missstand, die Vorlesung war äußerst interessant. Wir machen hier eine Wirtschaftssimulation, die anscheinend sehr realistisch ist. Und man besteht diesen Kurs nur, wenn man sein simuliertes Unternehmen über 8 simulierte Jahre erfolgreich führt. Ich habe gestern Abend ganze 2 Minuten gebraucht, um es das erste Mal in den Ruin zu managen. Es scheint für mich also ne ziemliche Hürde zu werden... Aber wie gesagt, ich hoffe, dass ich aus diesem Kurs wirklich was mitnehme.
Nach Workshop und Klausur (es war inzwischen 8 Uhr Abends und schon lange dunkel und kalt) kämpfte ich mich durch die Wildness wieder zurück zu meinem Apartment und wollte nur noch pennen. Aber meine partybedürftigen Mitbewohner machten mir einen Strich durch die Rechnung. Ca. 20 Leute waren in unserem Apartment und kräftig am feiern. Ich näherte mich und die ersten riefen schon von weitem: "Hey Dominik, how are you? How was class today? How was your exam?" Ich konnte mich nicht daran erinnern so vielen Leuten von meiner Klausur erzählt zu haben. Aber ich beschloss dann einfach mit Party zu machen. Und so gab es eine Megapizza von Meisterköchin und Mitbewohnerin Silje, die einfach nur unglaublich lecker war. Zudem wurde mir auch noch Bier angeboten, was ich natürlich annahm. Und so entstand eine rauschende Party mit Security die vorbei kam, viel Lachen und vielen Bekanntschaften. So wurde es trotz der Klausur noch ein insgesamt schöner Tag. Ich hoffte, dass ich Rechnungslegung besser schreiben würde...
No comments:
Post a Comment